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Spanische Treppe & Piazza di Spagna

  • piazza
  • 4.6
  • Preis: Free
  • Öffnungszeiten: Always open
Wegbeschreibung
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Geschichte

Geschichte

Der italienische Name der Treppe, Scalinata di Trinità dei Monti, verrät ihren eigentlichen Zweck: eine würdige, elegante Lösung für den steilen, unbefestigten Hang, der einst die Piazza unten mit der französischen Kirche Trinità dei Monti oben verband. Erstaunlich für ein derart typisch römisches Postkartenmotiv: Das Geld für den Bau kam aus Frankreich — ein Vermächtnis des französischen Diplomaten Étienne Gueffier, der 1660 starb und genau festlegte, dass damit der gefährliche Pfad durch eine steinerne Treppe ersetzt werden sollte. Politische Querelen und Erbstreitigkeiten verzögerten das Projekt jahrzehntelang, und erst zwischen 1723 und 1726, unter den Architekten Francesco de Sanctis und Alessandro Specchi und Papst Benedikt XIII., wurde die heute sichtbare, 135 Stufen zählende Treppe fertiggestellt.

Die Piazza am Fuß der Treppe hatte ihren eigenen Namen bereits ein Jahrhundert zuvor erhalten, nach dem nahegelegenen Palazzo di Spagna, seit dem 17. Jahrhundert Sitz der spanischen Botschaft beim Heiligen Stuhl — so führt eine mit französischem Geld gebaute Treppe von einem nach Spanien benannten Platz hinauf zu einer Kirche, die bis heute französisch bleibt. Am Fuß von alldem steht die Fontana della Barcaccia, der "Brunnen des hässlichen Bootes," Jahrzehnte vor der Treppe selbst von Pietro Bernini errichtet, dem Vater des berühmteren Gian Lorenzo. Seine halb versunkene Bootsform geht der örtlichen Überlieferung nach auf ein tatsächliches Boot zurück, das die verheerende Tiberflut von 1598 den Hang hinaufgespült und genau an dieser Stelle gestrandet haben soll.

Wussten Sie schon?

Das rötliche Haus unmittelbar rechts der Treppe war 1821 die letzte Wohnstätte des englischen Dichters John Keats, der dort im Alter von nur fünfundzwanzig Jahren an Tuberkulose starb, nachdem er in der Hoffnung, das mildere Klima möge ihn retten, nach Rom gezogen war. Die Räume sind heute als Keats-Shelley House erhalten, ein kleines Museum, das Keats und weiteren Dichtern der Romantik gewidmet ist. Keats selbst liegt auf der anderen Seite der Stadt auf dem Protestantischen Friedhof Roms begraben, doch hier, in Sichtweite der Treppe, spielten sich die letzten und schmerzvollsten Wochen seines Lebens ab.

Wer bei der Spanischen Treppe an Menschenmengen denkt, die sich auf sonnenwarmem Travertin ausbreiten, hat ein veraltetes Bild: Seit 2019 ist das Sitzen auf den Stufen ausnahmslos verboten, mit Bußgeldern, die bei Erwischten mehrere hundert Euro erreichen können. Die Regel überraschte viele Stammgäste, und auch unter Römern sorgte sie damals für Diskussionen, wird heute jedoch streng durchgesetzt — eine echte, spürbare Veränderung gegenüber der Art, wie der Ort jahrhundertelang zuvor genutzt und genossen werden konnte.

Gut zu wissen

Sitzen, Liegen oder Essen auf der Treppe ist verboten und wird aktiv kontrolliert, mit Beamten, die bei jedem, der es vergisst, in die Pfeife pfeifen — gemeldete Bußgelder erreichen mehrere hundert Euro. Planen Sie ein, die Aussicht im Stehen zu genießen, oder suchen Sie sich ein Café in der Nähe, wenn Sie lieber sitzen möchten.

Die Treppe selbst ist kostenlos und rund um die Uhr zugänglich, doch die umliegenden Straßen — allen voran die Via dei Condotti, die von der Piazza di Spagna abgeht — bilden Roms exklusivstes Einkaufsviertel, weshalb die ganze Gegend tagsüber belebt ist und besonders bei Sonnenuntergang stark überfüllt wird, wenn das goldene Licht über den Dächern die meisten Fotografen und Besucher anlockt.