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Basilika Santa Maria Maggiore

  • sacred
  • 4.7
  • Preis: Free
  • Öffnungszeiten: 07:00 - 18:45
Wegbeschreibung
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Geschichte

Einer bis heute erzählten Legende zufolge verdankt die Basilika ihre Entstehung einem sommerlichen Schneefall. Im Jahr 358, so die Überlieferung, erschien die Jungfrau Maria in derselben Nacht im Traum eines wohlhabenden, kinderlosen römischen Ehepaars und Papst Liberius' und bat darum, ihr an der Stelle eine Kirche zu errichten, an der am nächsten Morgen Schnee liegen würde. Am 5. August fand man tatsächlich den Gipfel des Esquilin mitten im römischen Sommer von Schnee bedeckt, und der Papst soll den Grundriss der neuen Kirche direkt hineingezeichnet haben. Es handelt sich fast sicher um fromme Legende und nicht um Geschichte, doch die Erzählung gab der Basilika ihren älteren Namen, Unsere Liebe Frau vom Schnee, und wird bis heute jedes Jahr in Erinnerung gerufen.

Mit größerer Sicherheit lässt sich datieren, dass die Basilika unter Papst Sixtus III. ab etwa 432 errichtet wurde, nur ein Jahr nachdem das Konzil von Ephesus Maria offiziell zur Theotokos, zur "Gottesgebärerin," erklärt hatte — ein Titel, der zuvor Generationen lang umstritten gewesen war. Sixtus' Kirche, unmittelbar zur Feier dieses Konzilsbeschlusses errichtet, ist mit ein Grund dafür, dass die Mosaiken von Santa Maria Maggiore zu den ältesten weltweit zählen, die Maria gewidmet sind. Heute ist die Basilika eine der vier päpstlichen Hauptbasiliken Roms, neben St. Peter, St. Johannes im Lateran und St. Paul vor den Mauern — ein Status, den keine andere Marienkirche der Welt teilt.

Wussten Sie schon?

Die Mosaiken am Triumphbogen stammen aus dem 5. Jahrhundert und zählen damit, zusammen mit denen einiger weniger anderer römischer Kirchen, zu den ältesten erhaltenen christlichen Mosaiken der Welt. Anders als viele Mosaiken anderswo in Rom, die im Lauf der Jahrhunderte überarbeitet oder ersetzt wurden, sind diese weitgehend unverändert erhalten geblieben und bieten einen seltenen, unmittelbaren Blick darauf, wie die Kunst der frühesten offiziell tolerierten christlichen Generationen tatsächlich aussah.

Blickt man im Kirchenschiff nach oben, sieht man eine goldglänzende Kassettendecke — vergoldet, so eine alte Überlieferung, mit einem Teil des allerersten Goldes, das Christoph Kolumbus aus Amerika mitbrachte und das die spanischen Katholischen Könige Ferdinand und Isabella dem spanischen Papst Alexander VI. schenkten. Historiker können die Geschichte nicht vollständig bestätigen, doch sie wird von Reiseführern wie von örtlichen Fremdenführern so beharrlich wiederholt, dass sie längst zum festen Bestandteil der Überlieferung der Basilika geworden ist.

Gut zu wissen

Anders als der Petersdom auf der anderen Seite der Stadt ist Santa Maria Maggiore kostenlos zugänglich und erlebt nur selten vergleichbar erdrückende Besuchermassen, obwohl sie einige der ältesten und bedeutendsten christlichen Kunstwerke Roms beherbergt — was sie zu einem lohnenden Ziel macht, gerade weil man sich vor den Mosaiken Zeit lassen kann, statt von einer Reisegruppe mitgezogen zu werden. Wer mehr möchte als den kostenlosen Besuch des Kirchenschiffs, kann an einer separaten Führung teilnehmen, die bis zur Panoramaterrasse neben der Kuppel hinaufführt, mit Ausblick über die Dächer der Stadt — eine Vorabbuchung lohnt sich.

Wer am 5. August in Rom ist, sollte den Besuch auf die jährliche Nachstellung des Schneewunders in der Basilika legen, bei der weiße Blütenblätter von der Decke der Cappella Paolina auf die Gläubigen herabschweben — ein kleines, wirklich charmantes Stück gelebter Tradition, das direkt mit der Gründungslegende der Kirche verbunden ist.